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Helfer für Seniorinnen und Senioren

Helfer für die Nöte des Alltags
Nachbarschaftshilfe   Dorfhelferinnenstation

Pflegeorganisationen, die für einen festgelegten Stundensatz genau definierte Hilfeleistungen erbringen, gibt es in München viele. Sie leisten eine wichtige Arbeit. Doch wer kümmert sich um die kleinen Probleme des Alltags? Dafür fehlt dem ohnehin überlasteten Personal der großen Verbände einfach die Zeit, oder es gehört nicht in ihr Dienstleistungsspektrum. Dabei gibt es genügend Menschen, die auf Dienste angewiesen sind, die normalerweise von den Angehörigen oder Nachbarn erledigt werden.

Aber was heißt schon "normalerweise"? Genügend Alleinstehende haben niemanden, der für sie die Fenster putzt, einkaufen geht, den tropfenden Wasserhahn repariert oder beim Ausfüllen von Formularen behilflich ist. Speziell auf diese Dienste hat sich "Sprungbrett e.V." spezialisiert, ein gemeinnütziger und mildtätiger Verein. Zum Dienstleistungsangebot gehört unter anderem:

o   Erledigung von Behördengänge
o   Einkäufe
o   Einfache Reparaturarbeiten
o   Aufräumen und Staubsaugen
o   Fenster putzen
o   Hilfe beim Heizen der Wohnung
o   Hausreinigung nach Hausordnung (z.B. Treppenhaus, Keller)
o   Begleitung zum Arzt oder zu Therapien, aber auch zu Festen oder bei Ausflügen
o   Gartenarbeit
o   Hilfe beim Sport

Vor 20 Jahren hat die Münchnerin Christine Knote-Romanos den Verein ins Leben gerufen. Heute leistet "Sprungbrett" mit 24 Stellen für Zivildienstleistende und zahlreichen freiwilligen Helfern "wertvolle und unverzichtbare Arbeit" in der Senioren- und Behindertenhilfe, wie Hartmut Hombach, der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, bestätigt. Der Verein, seit 1992 Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, füllt eine wichtige Lücke aus, für die sonst niemand so richtig zuständig ist, darüber sind sich Experten einig.

"Unser Motto lautet 'Daheim statt im Heim'", so Christine Knote-Romanos. "Daheim sollen diejenigen leben dürfen, deren Gesundheit es noch erlaubt, in vertrauter Umgebung zu bleiben." Die Betreuer, die für "Sprungbrett" arbeiten, werden sorgfältig ausgewählt. "Bei uns wird keiner aufgenommen, ehe wir uns nicht ein möglichst genaues Bild von Eignung und Charakter gemacht haben", so Knote-Romanos. "Denn wir wollen nicht nur unsere Dienst anbieten, sondern auch die Einsamkeit der Menschen lindern. Darum lesen unsere Mitarbeiter auch vor, spielen Spiele oder unterhalten sich einfach nur mit den Menschen, die sie betreuen.

Klassische Pflegebehandlung wie zum Beispiel das Spritzen von Medikamenten bietet "Sprungbrett" bewußt nicht an. Dafür ist der Verein mit seinen sogenannten EGIU-Dienstleistungen Vorreiter eines neuartigen Pflegeansatzes.EGIU steht für "Entrüm-pelung, Grundreinigung, Instandsetzung und Umzugshilfe". Damit packt Sprungbrett ein heißes Eisen an, über das viel zu selten gesprochen wird, das aber bei der Pflege alter Menschen eine wichtige Rolle spielt.

Die Pflegeversicherung bringt für "Sprungbrett" neue Herausforderungen mit sich. Die Stadt München kann künftig keine Zuschüsse, sogenannte Fehlbedarfsfinanzierungen mehr gewähren. Darum muß der Verein sich auf kostendeckende Stundensätze umstellen. Aber Christiane Knote-Romanos ist zuversichtlich: "Der Sozialreferent der Stadt München, Herr Friedrich Graffe, hat das zeitliche Problem bei der Umsetzung unseres Umstrukturierungsprozesses erkannt. Er tut alles, was in seiner Macht steht, um uns ausreichend Zeit einzuräumen."

Nachbarschaftshilfe
Freiwillige Helfer aus der näheren Umgebung können für Dienste im Haushalt über die lokale Niederlassung eines Wohlfahrtverbandes oder einer Pfarrgemeinde angefordert werden.

Dorfhelferinnenstation
Dorfhelferinnen springen im ländlichen Raum im Haushalt ein, wenn die Hausfrau krank wird. Sie haben eine Lehre in ländlicher Hauswirtschaft absolviert und können auch in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten.



 
 
 
 
 
 
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