Betreuungsrecht für Seniorinnen und Senioren - Seniorinnen Senioren Tipps, Rat und Forum

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Betreuungsrecht für Seniorinnen und Senioren

Betreuung

Volljährige Menschen, die auf Grund von psychischer oder physischer Krankheit oder Behinderung ihre Leben nicht mehr selbständig organisieren und gestalten können, haben die Möglichkeit, durch das Vormundschaftsgericht einen gesetzlichen Betreuer zugesprochen zu bekommen. Bei körperlichen Gebrechen wird ein Betreuer grundsätzlich nur auf Antrag zugesprochen.

Betreuung ist dann erforderlich, wenn andere, private oder öffentliche Formen der Hilfe nicht greifen. Wer also von seiner Familie oder einer kirchlichen Einrichtung versorgt wird, braucht keinen Betreuer. Solche Personen können einem Angehörigen oder einer anderen nahestehenden Person selbst eine Vollmacht zu Erledigung verschiedener Rechtsgeschäfte erteilen.

Eine Betreuung kann nicht unbegrenzt ausgesprochen werden. Spätestens nach fünf Jahren wir geprüft, ob sie weiterhin notwendig ist. Wird Betreuung überflüssig, etwa weil der Betreute wieder gesund ist, kann sie jederzeit aufgehoben werden. Wer betreut wird, ist nicht entmündigt. Der Betreute kann weiterhin Rechtsgeschäfte tätigen.

Was tut der Betreuer für seinen Schutzbefohlenen? Der Betreuer ist der gesetzliche Vertreter des Betreuten. Er betreibt dessen Angelegenheiten bei Behörden, macht dessen Ansprüche geltend, kann das Vermögen verwalten, die Unterbringung im Altenheim regeln oder die Wohnung auflösen. Pflegen, waschen und Aufräumen gehört nicht zu seinen Aufgaben. Die vom Vormundschaftsgericht ausgewählten Betreuer arbeiten meistens ehrenamtlich. Ihnen stehen die sogenannten Betreuungsvereine zur Seite, die die Betreuer beraten und anleiten. In Bayern gibt es derzeit 124 Betreuungsvereine. Sie wurden meist von den Wohlfahrtsverbänden gegründet. Jeder kann aber selbst einen Betreuungsverein ins Leben rufen. Ansprechpartner auf Behördenseite sind die Betreuungsbehörden der Landkreise.

Das bayerische Sozialministerium schickt Interessenten auf Wunsch die Broschüre "Das neue Betreuungsrecht" zu.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit
Winzererstraße 9, 80797 München, (089) 1261 -01

Bayerisches Landesamt für Versorgung und Familienförderung
Schellingstraße 155, 80797 München (089) 1261 -02

Landratsämter der Landkreise
Dort erhalten sie auch die Adressen der staatlich anerkannten Betreuungsvereine in ihrer Nähe.



 
 
 
 
 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü